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Neu im Laden: Haselnussschmuck von Zimelie

 

© Schenkwerk / Katrin Becker

© Schenkwerk / Katrin Becker

Ein echter Blickfang auf unserem Tisch mit den neuen Großstadtgarten-Produkten sind die Haselnussanhänger- und Ohrringe von Zimelie. Wie man auf die Idee kommt, Haselnüsse mit Perlen zu schmücken und was ein Spaziergang in Berlin damit zu tun hat, verrät euch Jessie in einem kleinen Interview für unsere Blogreihe “Von der Idee zum Produkt” – Vorhang auf!

1. Wann ist dein erstes Schmuckstück aus einer Haselnuss entstanden?
Mein erstes Haselnuss-Schmuckstück ist tatsächlich schon vor vier Jahren entstanden. Zur Erinnerung bewahre ich es in einer kleinen Schachtel auf.

Andenken

2. Wie bist du auf die Idee dafür gekommen und gab es einen konkreten Anlass dafür, dieses Stück anzufertigen?
Aus einer kreativen Laune heraus und mit dem Wunsch, wieder kunsthandwerklich aktiv zu sein, belegte ich 2011 einen kleinen Schmuckkurs in einer Berliner Volkshochschule. Ich erinnere mich, wie die Kursbeschreibung in mir Freude entfachte, als ich las, man dürfe neben Edelmetallen auch Naturmaterialien mitbringen. Und so beschäftigte ich mich als Einzige neben den Silber einschmelzenden, Metall lötenden und Ringen hämmernden Kursteilnehmern mit meiner hölzernen Beute von einem inspirierendem Spaziergang durch die grüne Hauptstadt.

Zuvor betrachtete ich meine gesammelten Naturmaterialien und beim Mustern einer Walnuss-Schale hatte ich die Idee, diese in einen Schmuckanhänger zu verwandeln, indem ich in die Schale Perlen einarbeite. Nachdem ich die Walnuss als Schmuckobjekt entdeckte, erforschte ich weitere Nussschalen. Die Haselnuss reizte und überzeugte mich durch die Stabilität ihres Nussholzes sowie ihrer Form- und Farbgebung. Von dem Dozenten lernte ich das Schalenholz filigran zu bohren, zu fräsen und zu schleifen. Außerdem brachte er mir den Umgang mit feinen Zangen und Drähten bei.

3. Wie lange hat die Umsetzung von der Idee zum ersten fertigen Stück gedauert? Hast du Prototypen angefertigt, bevor du die Schmuckstücke verkauft hast?
Noch im Schmuckkurs selbst entwarf ich nach dem ersten geglücktem Prototyp verschiedenste Haselnuss-Anhänger. Erstaunt wurde ich gefragt, ob ich mit dem Nuss-Schmuck nun in Serie ginge. Doch die Schmuckstücke gestaltete ich zuerst aus purer Freude am Tun. Nach dem Kurs vollendete ich sie in dem folgenden halben Jahr an meinem Schreibtisch, der sich kurzerhand in einen Schmuck-Arbeitstisch verwandelte. Als ich bemerkte, wie mich dieses filigrane Handwerk in seinen Bann zog und dass meine kleinen Unikate auch Freunde, Mitstudenten und Verwandte begeisterten, beschloss ich einige der fertigen Unikate zu verkaufen.

Ich gründete mein Schmucklabel „Zimelie“, dass schon bald mehr Aufmerksamkeit brauchte, als ich es mir hätte erträumen können. Seitdem kann und möchte ich nicht mehr aufhören Naturfreunde mit Unikaten aus verzierten Naturmaterialien zu beglücken und damit sogar meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Um die Einzigartigkeit meiner Produkte zu erhalten, sind meine Werke durch einen Designschutz beim Patentamt geschützt. Zusätzlich trägt jedes Unikat einen kleinen Logo-Anhänger.

Logoanha¦ênger

_HaselKuss Waldgru¦ên_ #Z36

_HaselKuss Lochmuster Bernstein_ #Z2

_HaselKuss Dreifach_ #Z68

4. Hast du besondere Techniken benutzt, die du extra dafür erlernt hast?
Neben dem Wissen, das mir der Schmuck-Kurs vermittelte, habe ich meine meistverwendetsten Techniken, wie filigranes Bohren, Schleifen und Gravieren durch Ausprobieren verfeinert. Dazu kommen neue Techniken, die ich lerne, um einer neuen Produktidee Leben einzuhauchen.

Momentan lerne ich beispielsweise durch Video-Anleitungen verschiedenste Stickformen, um eine neue Idee zu realisieren: Ich möchte einen Haselnuss-Anhänger gestalten, der auf seinem Haupt bestickten Filz trägt, der an eine Miniatur-Blumenwiese erinnert.

Entwurf_Blumenwiese

Aber die wohl entspannendste „Technik“ ist die Auslese nach den perfekten Haselnüssen.

© Schenkwerk / Katrin Becker

© Schenkwerk / Katrin Becker

5. Vom ersten Stück bis heute sind ja zahlreiche Varianten der Nussschmuckstücke entstanden – wie kommst Du zu neuen Ideen und was inspiriert Dich?
Die größte Inspiration ist für mich die Natur selbst. Die Formen und Farbspiele, die sie hervorbringt, wirken für mich selbst im Kleinen wie große Bauwerke. Angeregt durch diese Schönheit und durch die individuellen Wünsche meiner Kunden und der allseits präsenten Frage in meinem Kopf „Was kann man aus einer Haselnuss alles gestalten?“ entstehen neue Ideen, die ich allesamt in meinem Skizzenbuch sammle.

Meine Lieblings- und neueste Kollektion sind die sternklaren HaselKüsse, das sind Haselnuss-Anhänger mit eingearbeiteten Sternbildern.

Kollektion_Zimelie_Sternklare_Haselkuesse_4

Für alle Nicht-Münchner gibt es natürlich den Link zum Onlineshop. Außerdem hat DaWanda vor einiger Zeit ein Video in Jessies Werkstatt gedreht.

(Text/Interviewfragen: MK, Interview: Jessie Petersohn/Zimelie; Fotos: Jessie Petersohn/Zimelie; Fotos mit gesonderter Kennzeichnung: Schenkwerk / Katrin Becker)

2 Responses to Neu im Laden: Haselnussschmuck von Zimelie

  1. Tudeka sagt:

    Sehr geerhte Frau Katrin Becker,
    ich heisse Herr Tudeka. Ich komme aus Togo, Afrika und lebe in Lomé, die Hauptstadt. Ich moechte sehr gern mit Ihnen schreiben und die Ideen tauschen, wenn es geht.

    Mit freundlichen Gruessen

    Herr Tudeka

  2. Pingback: siebenmachen » Archive Neu im Laden: Schmuck von Zimelie - siebenmachen

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