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Galerie

Arbeiten von Isabella Kretzdorn

Ausstellung von 18. November 2017 bis 30. Dezember 2017

Jeder Augenblick des Daseins und jedes einzelne Detail darin, wie schemenhaft aufgenommene Fragmente, geben unseren Gedanken Inspiration. Solch flüchtige Augenblicke einzufangen, zu bewahren und ihnen Ausdruck zu verleihen, bietet die Möglichkeit Andere daran teilhaben zu lassen.

Geschichten und Musik in meinem Ohr, Bilder vor meinem inneren Auge, all diese Impressionen … die Gedanken wollen laufen, immer weiter und weiter, doch wohin nur?

Reisen, sei es gedanklich oder physisch, verändert und birgt Neues in sich. Die Bilder nehmen uns mit auf eine Reise … herausgegriffen aus dem Moment, verdeutlichen fest gehaltene Szenen des Lebens die Verflüchtigung des Augenblicks und die Veränderlichkeit der Dinge … das Überdauern der Zeit und die Wahrnehmung der Vergänglichkeit – memento mori. 

Aus sich heraustretende Figuren und Situationen zeigen sich auf den Bildern. Der gesteuerte Zufall lebt durch die ineinander fließenden Farben, welche die Konturen der Körper sprengen und deren körperlichen Grenzen aufheben. Die dargestellten Körper verlassen ihre Objekthaftigkeit und sind dennoch durch die klaren Linien der Zeichnung beherrscht. Diese Ambivalenz zwischen statuarischer Pose und ungezügelter Lebendigkeit verleiht den Arbeiten ihren impulsiven Ausdruck. Wie von Dr. Marion Vogt beschrieben, manifestiert sich ein spezifisches Changieren zwischen apollinischer Klarheit und dionysischer Opulenz, deren gegenseitige Durchdringung von Friedrich Nietzsche als Ideal jeglichen ästhetischen Schaffens seit der Antike erklärt wird.

Tanz, Kultur, Schönheit, Fremdheit, Angst, Leid, … Bildnisse, Musik, Theater … all diese Dinge spielen sich immer wieder, stets und überall ab. Gemeinsam bilden sie mit vielen anderen das Konstrukt unserer Erinnerungen und unseres Lebens. 

Welche Bedeutung spielt die Kunst in unserem Leben? Sind wir nach wie vor Mensch, wenn wir nur noch konsumieren? Wie weit kann man geistige und körperliche Nahrung reduzieren um sich damit heraus zu fordern? Erweitert es den Geist oder schränkt es ihn ein? 

Seit Menschengedenken werden Geschichten erzählt um somit Wissen zu verbreiten und weiter zu tragen. Jedes Zeitalter liefert seine eigenen Zeugnisse, Kunst und Kulturgüter seit der Zeit der Höhlenmalerei. Zeigt dies die Kunst und Kultur als essentiellen Bestandteil unseres Daseins, als wesentliches Element unseres Lebens?

Text: Isabella Kretzdorn

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